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Sven Krupp ist König der Junggesellen, der Königsschuss fiel schon um 14.24 Uhr
Löhndorf. Zum 258. Male feierten die Löhndorfer ihre Sankt-Georgs-Kirmes, über fünf lange Kirmestage, mit viel Brauchtum und der gesamten Dorfgemeinschaft. Der Höhepunkt war erneut der Parademarsch am Montag, den mehrere hundert Besucher aus nah und fern im festlich geschmückten Rosendorf verfolgten.
Der Montag ist der Tag der Junggesellen, denn die suchten auf dem Schützenplatz ihre neue Majestät. Und auf der Schießanlage der Hubertusschützen auf dem Mühlenberg hoch über Löhndorfs Fachwerkidylle paarte sich bereits ab dem Mittag knisternde Spannung mit hektischer Nervosität. Da fieberten ganze Familienclans mit. Schützenkönig der Junggesellen, das hat in der funktionierenden Dorfgemeinschaft großes soziales Gewicht. „Früh dran“ war der neue König der Sankt-Georg-Junggesellen Sven Krupp, der bereits um 14.24 Uhr mit dem insgesamt 124. Schuss den Königsvogel von der Stange holte. Zur Königin erwählte sich die neue Majestät Lisa Schmickler. Das neue Königspaar wurde bei der Parade auf der Vehner Straße der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter den Augen der Junggesellen-Führungsriege mit Präsident Christoph Münch, dem 1. Vorsitzenden Michael Kappl, Hauptmann Phillip Schmickler, dem 1. Offizier Daniel Decker und dem 2. Offizier Carsten Lohre zeigten dann auch die beiden Fähnriche Jonas Thiem und Jörg Nelles ihr Können beim traditionellen Fähndelschwenken. Als Ehrendamen fungieren in diesem Jahr Vorjahreskönigin Diana Dietrich, Jana Koch, Daria Welsch und Corinna Brohl. Die Königskadetten heißen Mario Groß und Tobias Roscheck „Fast jeder Löhndorfer, weiß wie es bei „seinen“ Königsschießen zuging“, diese „Dorfweisheit“ kennt natürlich auch der neue Junggesellen-Präsident Christoph Münch. Kleiner Beweis: Voller Stolz mitten im Trubel der Papa der neuen Königin Ottmar Schmickler, der als „Silberkönig“ 1986 Junggesellen-Majestät war. Und natürlich wurde da jedes Detail von vor 25 Jahren, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Erinnerungen „nachgeschossen“. „Natürlich hab ich gut geschossen“, wollte der „rundum zufriedene“ neue König Sven Krupp, da überhaupt keine Zweifel aufkommen lassen. Der Junggesellenverein hat mit seinen zurzeit 58 Mitgliedern übrigens eine rekordverdächtige Größe erreicht. Wenn drei Böllerschüsse dem Dorf am Nachmittag künden, dass eine neue Majestät gefunden ist, dann gewinnt die Dorfgemeinschaft auch stets ein Rennen gegen die Zeit. Da werden in Windeseile die langen, festlichen Kleider für Königin und Ehrendamen umgeschneidert, Frisuren kreiert und gesteckt, passende Schuhe gefunden und Anzüge aufgebügelt. Dieses ganze Hintergrundgeschehen mutet in seinem perfekten Ergebnis aber auch immer ein bisschen wie Zauberei an. Traditionelles Junggesellenbrauchtum verbindet sich in Löhndorf perfekt mit einem modernen Unterhaltungsprogramm, mit Auto-Skooter und Musik im großen Festzelt. Die Coverband „Saint“ am Freitag „Challenge“ am Samstag und die „Sunshine-Dance-Band“ beim gestrigen Königsball sorgten für ein gut gefülltes Zelt. Am Dienstag klang die Kirmes in Löhndorf am Nachmittag mit einer zünftigen Biermusik und großer Tombola aus. "- BL -"
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